Julibäum 40 Jahre Lebenshilfe Singen e.V.

Als im Jahr 1966 am 20. Januar Gründungspräsident Dr. Rolf Hettesheimer mit einigen Betroffenen und Nichtbetroffenen unseren Verein gründete, war ein großer Anfang gemacht zum Wohle der Menschen mit einer geistigen Behinderung in unserer Region. 31 betroffene Eltern, sowie 15 Förderer kümmerten sich damals um den Aufbau der Behindertenförderung.

 

 

Bald waren Frühforderung, Sonderschulkindergarten, Werkstatt für Behinderte, Wohnheim und später auch eine Freizeiteinrichtung wie unser BeTreff, Außenwohngruppen und Freizeitreisen ständiges Angebot für behinderte Menschen in unserer Raumschaft. Unter der Trägerschaft unseres Vereins wuchs der BeTreff mit 120 behinderten Menschen und ca. 30 ehrenamtlichen Helfern auf eine stattliche Größe in unserem Haus in der Mühlenstraße 19. Aus der Rielasingerstraße 21 entstand die Haldenwangschule. Französische Pioniere gruben vor 40 Jahren die Baugrube für das Fundament der Werkstatt St. Pirmin. Unter Landrat Heinz Göbel konnte der Architekt Hans Frey zunächst unter unserer Trägerschaft und später unter der Trägerschaft des Caritasverbandes die wichtige Einrichtung erbauen.

 

 

Heute nach 40 Jahren ist die Lebenshilfe Singen e.V. und Umgebung neben anderen Einrichtungen der paritätischen Wohlfahrtspflege, wie zum Beispiel der Caritasverband weiterhin Ansprechpartner für Hilfesuchende. Allerdings haben wir uns in den letzten 10 Jahren seit Gründung des BeTreff auf die Freizeitgestaltung mit behinderten Menschen konzentriert. Die gut strategische Lage unseres Vereins mitten in der Stadt spricht schon allein für die hervorragende Akzeptanz der behinderten Menschen, um die wir ständig bemüht sind. In unserer Stadt bewegen sie sich integriert in unserem sozialen Gefüge. Dank vieler PR-Aktivitäten in den letzten Jahren, wie z. B. Sponsorenlauf, Flohr's Promi-Essen und Benefiz-Aktionen ist unser Verein zusammen mit dem BeTreff zu einem Treffpunkt von behinderten und nichtbehinderten Menschen geworden. Wir schaffen für Familien mit behinderten Angehörigen eine Entlastung. Wir fühlen uns wohl hier in Singen und danken herzlich für die beständige Unterstützung durch private Gönner, Mäzene und Sponsoren. Wir freuen uns auch weiterhin über jede Hilfe, die besonders von Kommunen, Stadt und Kreis steigerungsfähig und - würdig ist.

 

Im Rückblick auf 40 Jahre Lebenshilfe sind wir guten Mutes, dass wir mit Erreichtem einen Teil zur Integration behinderter Menschen in Singen und Umgebung geleistet haben. Wir sehen aber auch im zukünftigen Miteinander die Wichtigkeit der Solidarität und Subsidiarität, ohne die es nicht geht. Egal, woher die Mittel kommen, ob von privater oder öffentlicher Hand, wir brauchen sie dringend für unsere Arbeit zum Wohle der Menschen mit Behinderung.

 

40 Jahre Lebenshilfe - weiter so !

 

(Auszug aus dem Artikel "Jahrbuch 2006" -  geschrieben von

Dr. Sauter-Servaes, 1. Vorsitzender der Lebenshilfe Singen u. Umgebung e.V.)